Es klang nach so viel mehr

Wenn du mich siehst - Tara Hudson, Ute Brammertz

Inhalt: Eine Liebe, die selbst den Tod besiegt

Amelia ist 18 – zum Zeitpunkt ihres Todes. Seitdem streift sie als ruheloser Geist durch die Kleinstadt, in der sie einst zur Schule ging, mit Freunden die Nachmittag verbrachte, lernte, lachte, liebte: All dies scheint ihr unwiderruflich verloren. Doch dann lernt sie Joshua kennen, der mit seinem Wagen über die Böschung schießt und beinahe ertrinkt – in jenem Fluss, in dem Amelia ihren Tod fand. In letzter Minute wird er gerettet. Tief in den dunklen Fluten aber erblickt er für einen Sekundenbruchteil Amelia, die ihm in dem verzweifelten Versuch zu helfen hinterhergesprungen ist. Und das Wunder geschieht: Die Gabe, Amelia sehen, hören und sogar berühren zu können, bleibt Joshua erhalten. Er trifft sich mit ihr und die anfängliche Beklommenheit beider weicht bald einer zarten Liebe. An seiner Seite kann Amelia das unheimliche Zwischenreich, in dem sie einer Gefangenen gleich orientierungslos umherirrte, verlassen und ein Stück weit ins Leben zurückkehren. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer: Denn da ist noch jemand, der Amelia sehen kann, jemand, der Böses im Sinn hat und sie endgültig ins Jenseits befördern will … (Quelle: Amazon.de)

 

Meinung: Wie die Überschrift es schon sagt, klang das alles nach so viel mehr. Ich hatte zwar schon damit gerechnet, dass es viel um eine Liebesgeschichte gehen wird, aber dann kam in dem Buch etwas "böses" zum Vorschein und ich dachte mir, dass das richtig gut werden könnte! Doch falsch gedacht. Die Handlung zog sich nur dahin, wurde immer wieder von Beschreibungen aufgehalten und der dramaturgische Leitfaden glitt eher einer ausgelutschten Schlaftablette. Es war alles viel zu vorhersehbar.

 

Die Liebesgeschichte ließ mich kalt. Nicht, weil ich nichts gegen dieser "Romantik" hatte, sondern einfach, weil ... es lief alles viel zu glatt. Kaum musste das Geistermädchen mal ein bisschen schmollen, schon besänftigte der Junge sie und ja. Es wirkte einfach alles Friede-Freude-Eierkuchen. (Und das er Selbstgespräche führte interessierte auch keinen in seiner Umgebung.)

Hatten die Charaktere denn wenigstens Farbe? Nö. Die waren genau so durchsichtig wie der Geist - badadumtss. Schlechter Witz, ich weiß. Aber mal ehrlich: die Charaktere waren einfach irgendwie nicht vorhanden in diesem Buch! 

 

Ach ja, und das Ende? Wenn jemand das Buch lesen sollte ... kann mir das derjenige vielleicht erklären? Denn für mich wirkte das alles sehr unlogisch und eigenartig. 

 

Der Schreibstil war dafür sehr angenehm und flüssig. Das war wenigstens etwas positives - und das Cover passt zu dem, wie das Mädchen ertrunken ist. Mehr positives kann ich zu dem Buch auch schon nicht mehr sagen. 

 

Lese- und Kaufempfehlung? Nein, danke.