Wie paralysiert - Klappe, die Zweite

Dark Destiny - Jennifer Benkau

Inhalt: Hilflos musste Joy mit ansehen, wie Neél von ihren eigenen Leuten gefangen genommen und gefoltert wurde. Ihre große Liebe, all ihre Hoffnungen und Zukunftspläne zersplittern zu einem Scherbenhaufen, als sie schließlich von Neéls Tod erfährt. Trotz ihrer unendlichen Trauer fasst Joy einen folgenschweren Entschluss: Sie will nicht länger zu Matthials Clan gehören. Also macht sie sich allein und schlecht ausgerüstet auf den Weg durch Bomberland und von feindlichen Clans besetztes Gebiet. Es ist eine Suche nach Antworten: Wie starb Neél? Und warum? Doch es ist auch eine Suche, an deren Ende Hoffnung steht. Hoffnung auf eine zweite Chance. (Quelle: Amazon.de)

 

Meinung: Am Anfang wusste ich nicht, was ich von dem Buch halten sollte. Mein Herz blutete sich fast leer, während ich überlegte, ob ich das Buch und die Autorin nicht gleich verfluchen sollte, weil sie Charaktere erschaffen hat, die einem wirklich unglaublich ans Herz gewachsen sind und wirklich berühren. 

Doch dann kam der Punkt, an dem mein Herz nicht mehr leiden musste und ich fühlte mich dumpf. Taub, blind - einfach ohne Gefühl. Ich habe es alles hingenommen was passierte, denn ... es schien ja alles gut, nicht war? Mein kleines Herz hatte sein Glück gefunden und nun lag es nur an den Charakteren, dass es so blieb. Doch dann kam der Krieg. Und brachte alles wieder in mir durcheinander.

Nein, nicht durcheinander. In mir selbst tobte der Krieg. Ich wusste nicht mehr ein und nicht mehr Aus. Auf welcher Seite stand ich denn selbst? Wen würde ich retten wollen? Wen wollte ich Geretteten wissen wollen? Und bis jetzt - jetzt, wo ich das Buch durchgelesen habe - weiß ich es nicht. Zumindest nicht bei allen Charakteren.
Auf Facebook hatte die Autorin geschrieben - und ich zitiere hier jetzt einmal aus dem Gedächtnis - dass sie das Ende so gut findet, wie es ist und der Leser es selbst seiner Fantasie überlassen sollte, wie es weitergehen könnte. Und ich finde, dass sie recht hat. Jeder Leser kann sich selbst ein Bild davon malen, wie es jeden Einzelnem erging bzw. ergeht nach dem Ende und auch, wie es mit unseren zwei Hauptprotagonisten weitergeht.

 

Ach, ihr Lieben ... Ich weiß auch gerade gar nicht, ob meine Rezension für euch einen Sinn ergibt, weil ich wieder total paralysiert bin und jetzt erst einmal mit dem Real Life klarkommen muss. Das hätte ich wirklich nicht gedacht nach meiner zwischenzeitlichen Leseflaute und eben diesem tauben Gefühl gegenüber "Dark Destiny". 

Ich hoffe, dass, wenn ihr Dark Canopy gelesen und den Folgeband hier auch gelesen, die Rezension - und auch mich in diesem Moment - verstehen könnt. Ich weiß wirklich nicht, wie ich meine Gefühle aufschreiben soll. 

Mittlerweile lese ich zum X-ten Mal den letzten Absatz und lächel vor mich hin, während ich auch ein bisschen weinen muss. Es ist komisch, aber ... ich freue mich über das Ende und bin glücklich. Glücklich darüber, dass ... es so ist, wie es ist und ... Ich kann es nicht wirklich in Worte fassen - es tut mir leid. 

 

Für mich ein mehr als gelungenes Buch, wie der erste Band schon und ... LEST. DIESES. BUCH. (Und hoffentlich leidet ihr ebenso, wie ich. Muhaha >:D)