Schlimmer geht’s nimmer – denkste!

Magie Der Sehnsucht (Dark-Hunter, #1) - Sherrilyn Kenyon

Inhalt: Seit zweitausend Jahren ist der spartanische Krieger Julien dazu verdammt, die geheimsten Träume und süßesten Wünsche unzähliger Frauen zu erfüllen – ohne dabei je echte Liebe erfahren zu dürfen. Bis er eines Tages von der Therapeutin Grace Alexander herbeigerufen wird, die als Erste einen echten Mann in Julien sieht – und alles tut, um mit der Kraft ihres liebenden Herzens seinen Fluch zu brechen ... (Quelle: Weltbild-Ausgabe Buchrücken)

 

Meinung: Schlimmer hätte es irgendwie nicht sein können für meine Liebesgeschichten-Laune. Ganz ehrlich. Das Buch strotzt nur so vor Notgeilheit und Übertriebenheit das mir fast schwindlig davon wurde. (Ich musste mich schon arg zurückhalten bei Twitter nicht gleich das ganze Buch zu kommentieren … und mir nicht Sorgen um meine Augen zu machen bei dem ganzen verdrehen.)

 

Julien, der makedonische Liebessklave, wurde hier als Sex auf zwei Beinen beschrieben. Jede Frau gaffte ihm nach, jeder Mann war eifersüchtig auf ihn. Er hatte alles, was sich Frau wünscht. (Goldene Locken, knackige Muskeln, liebesschwülzige Worte …) Das schlimmste war aber eigentlich, dass die Autorin sich so vielen unendlichen Klischees bedient hat. Grace, die Frau, die ihn gerufen hat, schenkt ihm schon fast nach den ersten Seiten sofort ihr Herz, aber nein, natürlich muss es erst noch Dramen geben, die in 5 Sätzen gelöst werden oder es müssen Dramen auf Dramen folgen die einfach dann so in Luft verpuffen, weil das Buch sich dem Ende neigt und sie sich dann erst eingestehen dürfen, dass sie sich lieben.

 

Hinzukommt noch, dass mich diese ganzen Sabber-Gier-Szenen genervt haben, die eigentlich so gut wie fast das ganze Buch bestimmt haben. (Ich frage mich, ob die Autorin beim Schreiben selbst kein Sex hatte und das hier alles rauslassen musste … (Tut mir leid, aber mir kam es einfach so vor.) Ich weiß auch nicht, ob das jemanden scharf machen soll, wenn man ließt, dass der Mann mit seiner Zunge in der Ohrmuschel rumwühlt, aber na ja …) Es war einfach alles viel zu vorausschauend. Am Ende des Buches schien es, als wollte die Autorin dem aus dem Weg gehen, aber dann wurde nach ein paar Sätzen einem schon wieder klar, dass die Beiden sich doch so unendlich lieben und sie ohne den anderen sterben würden, wenn er nicht gerettet werden würde.

 

Positiv war ein dem Buch eigentlich nur, dass man das Gefühl hatte – wenn man denn auch davon erschlagen wurde – das die Autorin sich bemüht hat die griechische Mythologie verständlich und gut für ihre Story zu verwenden. Obwohl es zwar auch ein bisschen übertrieben wirkte, konnte ich mir das zumindest gut vorstellen, wie die Götter – Aphrodite und Co. - in der heutigen Zeit sich ein bisschen unter die Menschen mischen. :)

 

Da ich Band 2 und 3 hier auch noch im Regal stehen haben werde, werde ich mich irgendwann denen auch einmal widmen. Ich hab ja die Hoffnung – dank einer Amazon-Rezension – das der zweite Band nicht mit Band 1 zu tun haben wird und ganz anders sein soll. (Hoffentlich zum positiven hin. Haha.)

 

Also ich würde das Buch nur jemanden empfehlen der auf literarische Super-Männer und Liebesgesäusel der Extra-Klasse steht. Ansonsten: Finger weg! (Aber irgendwas muss das Buch ja gehabt haben, dass ich es so schnell durchgelesen habe … *Schulterzuck*) Oder noch besser: Lesen auf eigene Gefahr! :D