Authentisch. Erschreckend. Super.

Wo Licht war - Anna Carey

Inhalt: Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst? Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie. Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen? Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen. (Quelle: Amazon.de)

 

Meinung: Um das Buch bin ich schon seit Monaten rumgeschlichen bei Amazon und hatte es mir dann Ende Juni bei Hugendubel gekauft. Ich bin mit geringer Erwartung rangegangen, weil ich dachte, dass das wieder eine typische Dystopie wäre, in der es wieder wie immer ablaufen würde. Doch ich wurde eines anderen belehrt.

 

Man merkt als Leser schnell, welchen Stand die Frauen in diesem Buch haben und das ist erschreckend, weil es wirklich sehr authentisch wirkt. Hinzu kommt, dass man Eve dadurch besser verstehen kann, wenn sie verängstigt oder unwissend reagiert.

Ihre Entwicklung in diesem Buch ist wunderbar zu merken und auch, wie sie immer stärker wird. 

 

Eves Beziehung zu Caleb ist nicht typisch Jugendbuch, was mir sehr gefallen hat. Er gefällt ihr zwar vom ersten Moment an, aber es ist kein "der unantastbare, geheimnisvolle Junge redet nicht mit mir und trotzdem liebe ich ihn sofort"-Verhältnis. Die Beziehung wirkt auf mich sehr authentisch - wenn man die Aspekte dieser Zukunft dazu zählt - und es macht Spaß sie zu verfolgen.

 

Kritikpunkte gibt es bei diesem 5 Sterne Buch aber trotzdem:

Manchmal hatte ich das Gefühl, als würde etwas fehlen, irgendeine Information die ich unbedingt bräuchte, um die Handlung richtig zu verstehen. Es hat sich zwar oft nach ein paar Sätzen geklärt, aber dieses Gefühl blieb einfach. Hinzu kommt noch, dass mir etwas mit den Erwachsenen und der Seuche Fragen aufwirft. Aber offene Fragen sind ja typisch für eine Trilogie und somit freue ich mich nur noch mehr auf Band 2!