Spoileralarm

Feuermohn oder doch eher Schlafmohn?!

Feuermohn: Erotischer Roman - Astrid Martini

Inhalt: Die Journalistin Anna soll für ein Hochglanzmagazin den Erben einer Juwelier-Dynastie interviewen. Dieser ist nicht nur für seine ausschweifenden Partys, sondern auch für seine sexuelle Anziehungskraft berüchtigt. Der attraktive und für Annas Geschmack etwas zu selbstbewusste Aaron lockt sie auf sein Anwesen, wo er sie Unterwerfung lehrt und in die Abgründe sexueller Lust entführt. (Quelle: Amazon.de)

 

Meinung: Es gibt gute Erotika und schlechte. Und dieser gehört meiner Meinung nach zu den Schlechten, denn ich hatte mir eigentlich etwas anderes erhofft. 

Die Journalistin Anna wird anfangs als die selbstbewusste, schlagfertige Frau beschrieben doch das ändert sich schon nach wenigen Seiten. Sie wird zu einer schüchternen, unterwürfigen Frau die nach - so schien es mir - einem "heißen" Blick von Aaron schon in die Knie gezwungen wurde.


Eigentlich hat es sich die Autorin ziemlich leicht gemacht, denn ich hatte das Gefühl, das sie - nach ihren endlosen Beschreibungen von zig Champagnerfarben und tausend Blumendüften - einfach nach einem Absatz oder zwei einfach den vorigen Text kopiert und eingefügt hat. Denn es waren ziemlich viele Wiederholungen drin. Nicht nur bei der Beschreibung, sondern auch allein schon bei der Handlung. 

Gestört hat mich zudem auch, dass das Interview unter dem Tisch gekehrt wurde. Ich hatte mir erhofft, dass es ausgeschrieben wird, dass Anna dort wieder zu ihrem Biss findet, aber nein. Es wurde einfach in einem kleinen Nebensatz beschrieben, dass es geschehen war und fertig. 

Hinzukommt, dass ich bei dem Roman absolut nichts gespürt habe. Die Charaktere wirkten ziemlich blass und auch die Sexszenen - in der es ja auch eigentlich bei einem Erotika geht - wirkten ziemlich ... kühl auf mich. Es geht mir nicht darum, dass mir beim Lesen einer abgeht, aber irgendeine Reaktion hätte ich mir gerne gewünscht, außer ein genervtes Stöhnen. 

 

Eigentlich müsste ich dem Buch nur ein Stern geben, aber durch das Setting wegen dem Anwesen und dem guten Versuch der Autorin ... kriegt das Buch eben zwei Sterne.