Und wie geht es jetzt weiter?!

Die Auserwählten - In der Todeszone (Maze Runner, #3) - James Dashner

Inhalt: Thomas hat es geahnt: Statt der versprochenen Freiheit steht ihm die nächste Prüfung bevor. Mit einem operativen Eingriff soll ihm sein Gedächtnis zurückgegeben werden. Doch Thomas weiß, dass er den Wissenschaftlern von ANGST nicht trauen darf. Nicht nach allem, was sie ihm und seinen Freunden angetan haben. Deshalb müssen sie so schnell wie möglich fliehen, hinaus in die Todeszone. In eine Welt, in der sich ein tödlicher Virus immer weiter ausbreitet. Und er muss dafür sorgen, dass ANGST ihn nicht länger kontrollieren und manipulieren kann. Denn die grausamen Experimente müssen endlich gestoppt werden. (Quelle: Amazon.de)

 

Meinung: Ich habe versucht nicht mit all zu hoher Erwartung an das Buch zu gehen, aber irgendwie habe ich dann doch auf die Antwort gehofft. Die Antwort auf alle meine Fragen ... Tja, wo die ist, keine Ahnung. Es wurden zwar ein paar Fragen beantwortet, aber die wirklich wichtigen nicht - schade!

 

Der Autor hat in dem letzten Teil der Trilogie wirklich alles gegeben. Alles an Leichen, die er so unterwegs in seinem Schreibprozess gefunden hat, wie es mir schien. Es gab kaum eine Handlung, in der 'mal nicht irgendjemanden gestorben ist. Irgendwann war es ermüdend und war nicht mehr spannend. Besonders, wenn man schon sagen konnte: "Ach, der Charakter stirbt bestimmt gleich!", und bums paar Seiten später passierte das auch sogar.

 

Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass ich es sehr schade empfand, dass der, der mich im 2. Band so fasziniert hat, hier gar nicht mehr auftauchte. Und wenn, dann nur mal namentlich erwähnt wurde, aber mehr nicht. Es war zwar schön zu sehen, dass ein anderer Charakter von Band 1 wieder auf der Leinwand erschien, aber ansonsten ... Mir hat die Beziehung zu den Protagonisten gefehlt, was ich sehr schade fand. Denn hätte ich diese Bindung zu ihnen gehabt, hätte ich das Buch als sehr viel Spannender empfunden. 

 

Ganz besonders haben mich hier Thomas' Gedanken in Sachen Frauen genervt. (Und wieder ganz besonders dieses "Gut, das".) Auf der einen Seite empfand er noch etwas für Frau A und auf der nächsten war wieder Frau B sein Ein und Alles. Mein Kopf sagte zwar, dass das nur authentisch wirkt, aber meinem Herzen ging es auf den Keks. (Der Autor wusste einfach, wie er interessante (Haupt-)Charaktere erschafft, aber er hat ihnen keine Tiefe gegeben ... Ich finde das so unglaublich schade! Er hat echt potenzial dazu gute Charaktere zu schaffen.)

 

Tja, das Ende war auch eher so Kindergeburtstag für mich. Denn nach den ganzen Schlachten, Morden und Leichen dachte der Autor wohl, dass es gut wäre, ein Happy End zu machen, hm? Aber ich empfand das als unpassend. Man möchte jetzt viel lieber wissen, wie es weiter geht und ... ja ... Ich war so gespannt auf das Ende, aber das wirkte einfach unpassend. Ich kann es nicht anders sagen. 

 

Fazit der gesamten Trilogie: Vor den jeweils erscheinenden Filmen kann man sich die Bücher auf alle Fälle durchlesen und erhält ein spannendes Abenteuer, das jedoch einem nicht vom Hocker reißen wird. Die Charaktere sind interessant gestaltet mit denen man gerne die jeweiligen Prüfungen von ANGST bestreiten möchte, aber für eine tiefere Bindung fehlt es einfach. Empfehlen würde ich die Bücher nicht als "Muss man im Regal stehen haben", sondern eher als "Wer es lesen möchte, soll dies tun und wird nicht all zu arg enttäuscht, wenn man nicht mit zu hohen Erwartungen rangeht". :)