Ich hatte mir mehr versprochen

Die Auserwählten - In der Brandwüste (Maze Runner, #2) - James Dashner, Anke Caroline Burger

Inhalt: Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: Sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit. Doch dazu ist Thomas nicht bereit (Quelle: Amazon.de)

 

Meinung: Wie es die Überschrift schon sagt: Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen. Einfach ein bisschen mehr Tiefe von den Charakteren und mehr Antworten auf meine Fragen. Doch es kam leider alles ganz anders ... 

 

Der zweite Band der Trilogie setzt nahtlos an dem Ende vom ersten Teil an, was mir sehr gefallen hat. (Zum Glück kann ich die Trilogie fast in einem Rutsch durchlesen. Hätte ich warten müssen, wäre es natürlich nicht ganz so toll gewesen.)
Endlich erfuhr man, wie es weiterging, denn der Autor weiß einfach, wie man spannende Enden schreibt und den Leser neugierig macht. Doch bei diesem Buch hier hat er es einfach etwas mit der Action übertrieben. Man hatte kaum Zeit mal mit den Charakteren durchzuatmen, weil einfach immer irgendetwas passierte. Das machte für mich das Lesen etwas schwieriger, weil man das Buch immer wieder weglegen musste, um mal runterzukommen vom "Adrenalin".

 

Leider hat der Autor hier auch wieder keine weitere Tiefe den Charakteren gegeben, wie oben schon angemerkt. Thomas nervte mit seinen widersprüchlichen Handlungen und Gedanken und die anderen Charaktere kamen mir wie lächerliches Spielzeug vor, die James Dashner nur hervorgeholt hat, wenn sie entweder sterben oder für einen Dialog herhalten mussten. Selbst den einen Jungen, den ich am Anfang so interessant fand, hat er mir kaputtgemacht in dem er ihn zum Schluss einfach hat komisch handeln lassen, ohne mir als Leser wirkliche Antworten dafür zu geben, die ich verstanden hätte.

 

Ich hatte auch das Gefühl, dass das ganze ein bisschen wieder unfertig wirkte im Ganzen. Der Autor versuchte zwar ein paar Fragen zu beantworten, aber es war so verwirrend für mich, dass ich eigentlich immer noch nicht richtig bescheid weiß von dem ganzen Konzept. Ich hoffe, dass sich das im nächsten Teil ändern wird. 

 

Trotzdem alle dem gebe ich dem Buch 3,5 Sterne, - zwischendurch wollte ich schon nur 2,5 vergeben, weil mich Thomas einfach nur noch genervt hat - weil das Ende wieder sehr spannend geschrieben wurde und ich jetzt eigentlich nur weiterlesen möchte. Der Autor weiß schon, wie er jemanden in eine andere Welt ziehen kann, aber es hapert einfach noch ein bisschen. (Die Verfilmung kann eigentlich nur besser werden - genau, wie beim ersten Band!)

 

Wünscht mir Glück, dass Band 3 alles rausreißen wird! :D