Emotionale Rezension trifft auf ... 'unterhaltsames' Buch

Black Cats - Dem Tod Versprochen - Leslie Parrish, Heide Franck

Inhalt: Man stirbt nie zweimal … FBI-Agent Wyatt Blackstone steht vor einem Rätsel: In Hotelzimmern werden grausam verstümmelte Leichen gefunden. Der Mörder scheint es ausschließlich auf Sexualtäter abgesehen zu haben und hinterlässt an den Tatorten stets eine Lilie. Die Indizien wecken in Blackstone einen furchtbaren Verdacht. Er glaubt, dass ein ehemaliges Mitglied seines Teams die Taten begangen haben könnte – eine Frau, für die Wyatt insgeheim starke Gefühle hegt. Kann es sein, dass Lily Fletcher in Wahrheit eine kaltblütige Mörderin ist? (Quelle: Amazon.de)

 

Meinung: Nach dem zweiten Band - "Im Netz des Todes" - dachte ich, dass es nur noch bergauf gehen könnte, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass es so ... unaussprechlich werden könnte. 

 

Ich war seit Beginn dieser Trilogie wirklich sehr gespannt auf Lily und Wyatt. Er, der Chef der Black Cats mit seiner verschwiegenen Art und Lily, die etwas schüchterne Agentin. Besonders nach Band 2 war ich um so gespannter, weil das Ende wirklich neugierig gemacht hatte. Doch leider kam ich mit dem Buch gar nicht klar. 
Die Entwicklung von Lily war wirklich authentisch, nach so einem Erlebnis, aber es wirkte auf mich unpassend. Als ob eine zurückhaltende, liebevolle, schüchterne Frau nicht zu Wyatt gepasst hätte - lieber eine toughe, selbstbewusste, nahezu angstfreie Frau, die dann aber doch ab und zu noch ein paar Tränen verdrückt um zu zeigen, dass sie zum weiblichen Geschlecht hört. Was sollte das? Muss Frau erst selbstbewusst werden, um den Mann zu kriegen, den sie seit Langem schon anhimmelt?

Doch der Göttergatte hier war auch nicht so perfekt. 

Bei Wyatt ging es mir einfach ständig auf den Keks, dass immer darauf herumgeritten wurde, dass er eine böse, dunkle Vergangenheit hat und seine schlimmsten Geheimnisse nicht mit der Welt teilen will. (Ist ja schön und gut, dass er welche hat, aber muss man das immer wiederholen? Immer wieder andeuten? Ich finde nicht.) Und sein Beschützerinstinkt ging mir wirklich bis auf die letzte Seite richtig auf den Keks. Warum hat er es nicht einfach hingenommen, dass Lily ab der Hälfte des Buches gemerkt hat, dass sie unsterblich ineinander verliebt und füreinander bestimmt waren? Warum musste er sich immer dagegen wehren? Nur um zehntausendmal zu hören, wie toll er sei und dass Lily nicht das Vorstadt-Leben mit ihm leben will? Himmel Herr Gott noch mal, das ging mir wirklich auf den Geist!

 

Die Spannung des Falls war auch eher ... ermüdend und die Auflösung nicht sehr überraschend. Es wirkte auf mich wirklich mehr, als hätte die Autorin bis zur Hälfte normal weitergeschrieben, wie man es gewöhnt war und dann dachte die sich: "Ach, komm! Es ist der letzte Band! Machen wir einfach mal etwas Witziges und Unauthentisches. Wird ja schon keiner merken!" Doch, ich habe es gemerkt, Frau Parrish! Und ganz besonders ihre Sex-Szene in diesem Buch sollten Sie noch einmal überdenken. Oder haben Sie so etwas schon selbst erlebt!? 

 

Das Buch kann ich also keinem Empfehlen. Die Trilogie im Gesamten ... auch nicht. Wenn ihr einen Romantic-Thriller einmal lesen, wollt der wirklich gut ist, dann nehmt den zweiten Band. Bitte. Der ist am Besten und ja ... Finger weg von der Trilogie!